Neuwahl und Parolenfassung

Mitte April fanden sich die Jungen Grünliberalen Aargau in Aarau zur zweiten Mitgliederversammlung des Jahres ein. Im Fokus stand dabei die Parolenfassung für die Abstimmungen vom 14. Juni 2026. Erfahre hier mehr!

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Zur kantonalen Initiative "Bildungsqualität sichern - JETZT" gab es eine Präsentation von Martina Bless vom Initiativkomitee. Die Argumente gegen die Initiative wurden von Anna Staub von den Jungfreisinnigen präsentiert. Mit den Erfahrungen als Lehrpersonen von beiden Beteiligten ergab sich eine spannende Diskussion über Bildung und welcher politische Weg dazu eingeschlagen werden soll. Das eine gute Bildung für die Jungen Grünliberalen wichtig ist, war unbestritten. Der Weg via Verfassung statt konkrete Verbesserung im Gesetz wurde nicht von allen als sinnvoll erachtet und es wurden sich konkrete Vorschläge gewünscht. Leider definiert die Rechte Mehrheit im Grossen Rat die gute Bildung recht grosszügig, was zum Teil zu Verhinderung von Verbesserung führt. Nach langer Diskussion entschieden sich die Jungen Grünliberalen für eine Stimmfreigabe.

Bei der Chaosinitiative der SVP waren die Meinung ganz klar. Diese Initative schadet der Schweiz nachhaltig und stellt unsere Partnerschaft mit Europa völlig leichtsinnig aufs Spiel. Wir lehnen dieses Vorhaben entschieden ab und werden und dafür einsetzen, dass die Schweiz auch in Zukunft ein fortschrittliches Land mit einer starken Wirtschaft bleibt mit starken Partnerschaften in Europa betreibt. Diskussionen wie die Schweiz Infrastrukturmässig dem Bevölkerungswachstum begegen soll, sind angebracht aber nicht mit dieser radikalen Initiative.

Die geplante Änderung zum Zivildienstgesetz führte ebenfalls zu einigen Diskussionen, unteranderem wie stark der Zivildienst und die Armee sein sollen. Für uns ist jedoch klar, dass man die Dienste nicht gegeneinander ausspielen soll und der Zivildienst für die Bereiche Gesundheit, Pflege, Naturschutz und Asyl unverzichtbar ist. Die Probleme der Armee sind nicht in erster Linie der Personalbestand geschuldet. Die Nein Parole war die logische Schlussfolge aus dieser Diskussion.

Beim Projekt VERAS im Westen unseres Kantons wurde eine Stimmfreigabe beschlossen. Während der Handlungsbedarf zur Lösung des Problems klar besteht, waren die Meinungen über das doch teure Projekt unterschiedlich. Grundsätzlich begrüssen wir Lösungen welche den öffentlichen Verkehr priorisieren und auch die Infrastraktur für Velofahrer berücksichtigen anstatt teure Betonbauten für Autos. Da auch wenige Teilnehmer direkt von den Folgen des Projekts betroffen waren, wurde die Stimmfreigabe beschlossen.

Nach der Fassung der Parolen wurde noch die Vertretung der Jungen Grünliberalen Aargau im Vorstand der Jungen Grünliberalen Schweiz neu geregelt. Mit Dominik Hofmann und Manuel Palla stellten sich zwei Kandidaten zur Verfügung, in der Wahl ging unser langjähriges Mitglied Manuel Palla als Sieger hervor. Er wird der Mitgliederversammlung der JGLP Schweiz als Nachfolger von Annamaria Ziadeh vorgeschlagen, um unseren Kanton zu vertreten.

Im weiteren wurde die Rechnung 2025 durch die Mitgliederversammlung genehmigt.